Alternative Kraftstoffe könnten fossile Kraftstoffe
in Europa bis 2050 ersetzen

26. Januar 2011

Alternative Kraftstoffe haben das Potenzial, fossile Energiequellen im Verkehrssektor allmählich zu ersetzen. So könnte bis 2050 ein nachhaltiges Verkehrssystem geschaffen werden. Dies geht aus einem Bericht hervor, den die Sachverständigengruppe zum Thema "Kraftstoffe der Zukunft" im Verkehrssektor heute der Europäischen Kommission vorlegte.

Sachverständige entwickeln Ansatz für gesamten Sektor
Die EU sollte bis 2050 für eine vom Öl unabhängige und weitgehend CO2-neutrale Energieversorgung des Verkehrssektors sorgen, um die daraus resultierenden Umweltauswirkungen zu verringern und die Energieversorgung dauerhaft zu sichern. Die Sachverständigengruppe hat nun erstmals einen umfassenden Ansatz für den gesamten Sektor entwickelt. Der erwartete Energiebedarf aller Verkehrsträger könnte durch eine Kombination aus Elektrizität (Batterien oder Wasserstoff/Brennstoffzellen) und Biokraftstoffen als Hauptoptionen, synthetischen Kraftstoffen (zunehmend aus erneuerbaren Ressourcen) und Methan (Erdgas und Biomethan).

Alternative Kraftstoffe sind das Mittel erster Wahl
Die Kommission überprüft derzeit die vorhandenen politischen Konzepte und wird die Ergebnisse des heutigen Berichts auch im Rahmen der Initiative für umweltfreundliche Verkehrssysteme berücksichtigen, die im Laufe dieses Jahres eingeleitet wird. Ziel der Initiative ist es, eine kohärente langfristige Strategie zu entwickeln, um die Energieversorgung im Verkehrssektor bis 2050 vollständig auf alternative und nachhaltige Ressourcen umzustellen. Dem Bericht zufolge sind alternative Kraftstoffe das Mittel erster Wahl zur Senkung des CO2-Ausstoßes im Verkehrssektor und sollten daher fossile Kraftstoffe nach und nach ersetzen.

Die Zukunft liegt im Mix von Kraftstoffen
Entscheidend für einen wettbewerbsfähigen Ausbau des Marktanteils der unterschiedlichen Kraftstoffe und Fahrzeugtechnologien sind jedoch die technische und wirtschaftliche Durchführbarkeit, eine effiziente Nutzung der Primärenergiequellen und die Marktakzeptanz. Eine Einzellösung für den Ersatz fossiler Kraftstoffe gibt es dabei nicht. Vielmehr wird es angesichts des Kraftstoffbedarfs und zum Schutz des Klimas wahrscheinlich erforderlich sein, einen Mix von Kraftstoffen einzusetzen, die aus ganz unterschiedlichen Primärenergiequellen hergestellt werden können.

Quelle: gibgas

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